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Freiwillige Feuerwehr Grossauheim

 

Von der Handdruckspritze zur Motorspritze.

Die Geschichte von Geräten und Fahrzeugen.

Am 18. Dezember 1881 richtete der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Grossauheim an den Gemeinderat, das in sehr schöner Handschrift verfasste, obige Schreiben.

Darin bittet die Wehrführung um Überlassung

- der Saug- und Druckspritze
- der Löschgeräte
- sowie um einen Gerätehausschlüssel

 

Im nächsten Absatz verpflichtete sich die Wehr für die sorgsam Pflege der Geräte Sorge zu tragen. Eine Verpflichtung die alle nachfolgenden Generationen streng beachteten, bis dann 1990 ein Großteil der Arbeit abgetreten wurde.

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Man kann sehr wohl sagen: „Und so beganns“

Da die derzeitige, als auch nachfolgende Generationen wohl schwerlich die damals übliche Schrift zu lesen vermögen folgt nachstehend eine „ Übersetzung“.

Gross-Auheim, 18.Dezember 1881

An

löbl. Gemeinde Vorstand 
Dahier

Durch den Austritt des Herrn Lindenfeld aus der freiwilligen Feuerwehr ist der letzteren das bisher innegehabte Verfügungsrecht über die Löschgerät-geräschaften verloren gegangen, um nun die Mannschaften der freiwilligen Feuerwehr den Vorschriften des Reglements entsprechend ausbilden zu können ist es erfor der lich, dass das Commando derselben über die erfor-derlichen Löschgerätschaften je auf Bedarf frei verfügen kann& der dazugehörigen Gerätschaften ect. sowie um Überlassung eines Schlüssels

 

 

 


zum Spritzenhaus an das Commandoderfrei- 
willigen Feuerwehr ganz ergebenst zu bitten. Wir werden uns die größtmögliche Schonung der mit nicht unbedeutenden Opfer beschafften Löschgerätschaften zur Pflicht machen & unsererseits einen Zeugwart bestellen welcher über diesel-ben zu wachen hat.
Die Oberaufsicht über die sämtlichen Feuerlöschgerätschaften, bleibt selbstre-dent nach wie vor dem jeweiligen Ortsbrand-
meister überlassen. 
Einer geneigten Antwort & Bestimmung der Zeit der Übergabe bleiben wir gegen-wärtig & verharren löbl.

 

Gemeinde Vorstandes Gehorsamstes

Der Vorstand der Freiw. Feuerwehr

Seb. Laber Commandant 
Jean Heuser Stellvertreter 
Hermann Schüßler

Geräte und Fahrzeuge im Wandel der Zeit

 

Die nachstehende Bilddokumentation wäre nicht vollständig, wenn die Geräte und Fahr- zeuge des „ Fuß- und Handzeitalters“ unerwähnt blieben. Ein Zeitalter in dem alle Geräte per Fuß und/oder Hand bedient wurden.

Aus der Festschrift des Jahrs 1926 (45. Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Groß- auheim verbunden mit dem 5.Kreisfeuerwehrtag) können wir auf Seite 19 entnehmen, dass die Gemeinde Grossauheim im Jahre 1881 folgende Geräte besaß:

 

- eine zweirädrige Saug- und Druckspritze
- eine vierrädrige Druckspritze
- einen Schlauchwagen
- mehrere Anstell-, Haken- und Dachleitern,
- Einreißhaken und sonstiges Gerät

Der erwähnte „Schlauchwagen“ dürfte eine zweirädrige Haspel gewesen sein. Von der vier- rädrigen Druckspritze fehlt, außer dem Hinweis dass reparaturbedürftig sei, jede Spur. 
Als „ veraltet“ wird diese auch wohl kaum mehr benutzt worden sein. Die Wasserwanne, in der die Pumpe stand, musste nämlich mit Wasser gefüllt werden. Und dies geschahvermut- lich mit ledernen Eimern! Diese wurden durch eine von Menschen gebildete „Eimer-Kette“ von der Wasserentnahmestelle bis zur Pumpe geschwungen!

Wie sagt der große Dichter Friedrich von Schiller in seinem „Lied von der Glocke“?

„ … durch der Menschen lange Kette fliegt der Eimer …“

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Geschichte der Fahrzeuge und Gerätschaften 
der Feuerwehr Großauheim
von 1881 bis heute

 

 

Als Vorwort:

zu diesem Album soll das Schreiben stehen, das der Vorstand der FFW GrA am 18.12.1881 an den Gemeinderat richtete und das nachstehend, in verkleinerten Kopien, abgebildet ist. Da die derzeitige und auch nachfolgende Generation wohl schwerlich, auch die Originalgröße der Kopie, des in sehr schöner Handschrift verfassten Briefes, zu lesen vermögen, folgt nachstehend eine in Maschinenschrift gemachte „Übersetzung“. Der Brief sagt aus, dass die Wehr um Überlassung der Saug – und Druckspritze, der Löschgeräte, sowie um einen Gerätehaus Schlüssel bat. Für das Album kann man also sehr wohl sagen: “Und so begann's“. ( Und im zweiten Absatz verpflichte sich die Wehr für sorgsame Pflege der Geräte Sorge zu tragen. Eine Verpflichtung, die alle nachfolgenden Generationen streng beachteten, bis dann, um 1990, ein Großteil der Arbeit abgetreten wurde.)

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„Gross-Auheim, 18.Dezember 1881

An

löbl. Gemeinde Vorstand

Dahier

Durch den Austritt des Herrn Lindenfeld aus der freiwilligen Feuerwehr
ist der letzteren das bisher innegehabte Verfügungsrecht über die Löschge- 
rätschaften verloren gegangen, um nun die Mannschaft der freiwilligen 
Feuerwehr den Vorschriften des Reglements entsprechend ausbilden zu können 
ist es erforderlich, dass das Commando derselben über die erforderlichen 
Löschgerätschaften je nach Bedarf freiverfügen kann & der dazugehörigen Gerätschaften etc sowie um Überlassung eines Schlüssels zum Spritzenhaus 
an das Commando der freiwilligen Feuerwehr ganz ergebens zu bitten. 
Wir werden uns die größmöglichste Schonung der mit nicht unbedeutenden Opfer beschafften Löschgerätschaften zur Pflicht machen & unsererseits einen Zeugwart bestellen welcher über dieselben zu wachen hat. Die Oberaufsicht über die sämtlichen Feuerlöschgerätschaften, bleibt selbstredend nach wie vor dem jeweiligen Ortsbrandmeister überlassen. Einer geneigten 
Antwort & Bestimmung der Zeit der Überweisung bleiben wir 
gewärtig & verharren löbl.

Gemeinde Vorstandes
Gehorsamstes

Der Vorstand der Freiw. Feuerwehr 
Seb. Laber Commandant 
Jean Heuser Stellvertreter

Hermann Schühsler „

 

Die fahrbaren Geräte / Fahrzeuge der FFW Großauheim im Wandel der Zeiten

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Die nachstehende Bild – Dokumentation wäre nicht vollständig, wenn die Geräte und Fahrzeuge des „Fuß – und Handzeitalters“ unerwähnt blieben. Eines Zeitalters, in dem alle Geräte per Fuß bewegt und per Hand bedient wurden.

Aus der Festschrift des Jahres 1926 ( 5. Kreis – FW – Tag und 45. Gründungstag der FFW GrA ) können wir auf Seite 19 entnehmen, dass die Gemeinde GrA im Jahre 1881 die folgenden Geräte besaß: Eine 2 rädrige Saug – und Druckspritze, eine 4 rädrige Druckspritze, einen Schlauchwagen und mehrere Anstell – Haken und Dachleitern, Einreißhaken und sonstiges Gerät.

Der erwähnte „ Schlauchwagen“ dürfte eine 2 rädrige Haspel gewesen sein. Von der 4 rädrigen Druckspritze fehlt, außer dem Hinweis, dass sie reparaturbedürftig sei, jede Spur.

Als „ Veraltet“ wird sie auch wohl kaum mehr benutzt worden sein. Die Wasserwanne, in der die Pumpe Stand, musste nämlich mit Wasser gefüllt werden. Und dies geschah vermutlich mit ledernen Eimern! Diese wurden durch eine von Menschen gebildete „Eimer-Kette“ von der Wasserentnahmestelle bis zur Pumpe geschwungen!

( Wie sagt der große Dichter Fr. v. Schiller in seinem „Lied von der Glocke“? 
„---------durch der Menschen lange Kette fliegt der Eimer--------„) 
Erwähnt muss hier werden, dass die Wasserversorgung damals noch durch Dorfbrunnen gesichert war. 
Diese waren ebenerdig abgedeckt mit einer großen Sandsteinplatte in der sich für die tägliche Gebrauchswasserentnahme eine Pumpe befand.

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Und nun zur „2-rädrigen Saug -und Druckspritze

In der Abdeckplatte war, zum reinigen und auch zur Löschwasserentnahme ein abgedecktes Mannloch Vorhanden. An dem nächstgelegenen Brunnen wurde nun die Spritze „abgeprotzt“ und in Stellung gebracht. Dann wurden die Saugleitung zusammengeschraubt ( bis etwa 1906 Schraub – dann Storz – Kupplungen ) und dann in den Brunnen gesenkt. Die Löschleitung wurde in Richtung Brandstelle verlegt und die Pumpenholme in die Halterungen der Pumpenschwengel eingeführt und arretiert.

Nun trat die Pumpenmannschaft an die 2 Holme, je 3-4 Mann, und begannen ihr anstrengendes „Auf und Nieder“ – Bücken – strecken. 
Übertönt vom: „Klack - Klack“ der Pumpen-Hube… 
Je schneller sich diese „Klacks“ folgten, um so kräftiger und intensiver war der am Strahlrohr austretende Löschwasserstrahl. Da das ständige Auf und Ab sehr Kräfte raubend und ermüdend war, musste die Mannschaft von Zeit zu Zeit zu einer Ruhepause abgelöst werden. Dies musste geschehen ohne dass der Pumpenrythmus unterbrochen wurde. Diese Spritze können wir auf einem Gruppenbild der Wehr, aufgenommen im Jahre 1922 erkennen. Hier haben sich die damaligen Kameraden um diese gruppiert als wollten sie damit dokumentieren, dass nur: „Mannschaft“ und „ Gerät“ eine „ Löscheinheit“ bilden!

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Von dieser Spritze wissen wir noch, dass die FFW den Gemeinderat mit Schreiben vom 18.12.1881 um Überlassung dieses Gerätes bat und pflegliche Wartung zusicherte.


Im Jahre 1904 trat nun die „Steiger-Abteilung“ zu einer Gruppenbild Aufnahme zusammen. Und auf Diesem Bild sehen wir, in Umrissen, die im Jahre 1901 beschafften Geräte die mechanische Leiter mit 12m Steighöhe und den 4 rädrigen Gerätewagen.

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Im Festbuch finden wir noch den Hinweis, dass außer den vorgenannten Gerätschaften noch ein zweiter Schlauchwagen beschafft wurde.

 

Auch auf dem großen Gruppenbild der Wehr aus dem Jahre 1907 sind einige dieser Gerätschaften, und auch ein Schlauchwagen ( 2 rädrige Haspeln ), wenn nur schwer erkennbar zu sehen.

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All diese beschriebenen Fotos fanden im Treppenhaus des neuen Gerätehauses am Spitzenweg einen würdigen Platz. Das der Steiger von 1904 „begrüßt“ dazu – in fast Lebensgröße – in der Vitrine der Eingangshalle, uns und unsere Besucher.

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Nun zu nachstehendem Foto. Es zeigt die Brandstätte der Zigarrenfabrik Aug. Philips& Söhne in der Hauptstraße („Rheingold“ nach dem durch Blitzeinschlag am Abend des 13.05.1907 verursachtem Brand. Der Zeitpunkt der Aufnahme war vermutlich der 14.05.1907. Es zeigt uns einige der damals vorhandenen Geräte:

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Dies ist die erste Aufnahme einer Brandstelle in Grossauheim

Wir sehen rechts im Bilde die mechanische Leiter / 12 m Steighöhe an deren Spitze ein Kamerad loses Mauerwerk beseitigt; auf halber Höhe der Leiter „präsentiert – stehend freihändig“ – ( UVV ? ! ) ein anderer einen Reißhaken; im Fenster der ersten Etage hängt eine Hakenleiter; und neben dem Fenster im Erdgeschoß steht eine Anstellleiter. Die 2-rädrige Saug- und Druckspritze sehen wir „aufgeprotzt“, also zum „Abmarsch fertig“ in der Bildmitte. Ein Kamerad stützt sich auf einen der Saugschläuche unter dem einer der 2 Pumpenholme erkennbar ist. Und deutlich zu sehen ist einer der 2 Pumpen - Schwegel in dessen Gabelung der Holm eingeführt wurde.

Im Protokollbuch Nr.2 der Wehr finden wir den folgenden Eintrag, der uns ein Rätsel aufgibt.
Zitat: „Vorstandssitzung am 9.07.1908“

Punkt 3. Besprechung eines zu wählenden Obmanns für den neuen Schlauchwagen.
3. Da beim Eintreffen unserer neuen Spritze doch die Wahl eines zweiten Führers erforderlich ist, so wird vorläufig durch den Kommandanten ein provisorischer Obmann für den zweiten Schlauchwagen bestimmt.

Das Rätsel ist nun, traf die „neue Spritze“ ein, oder nicht? Und dies Rätsel können wir nicht mehr lösen.Es hat aber den Anschein, dass es nicht zu einer Beschaffung kam. Wobei uns der Grund hierzu unbekannt ist. Es wäre doch sehr merkwürdig, wenn der Verfasser der Festschrift den Eingang eines so wichtigen Gerätes vergessen hätte es zu erwähnen. 
( Der „provisorische“ Obmann für den neuen Schlauchwagen ( von 1901 ! ) wurde in der Versammlung vom 10.08.1908 ernannt; und in der Wahl am 01.02.1909 bestätigt.)

Anmerkung: die 12 m Leiter wurde am 12.01.1952 an das E-Werk (die späteren „Stadt- Werke“ ) abgegeben.

 

Eine geradezu Umwälzende Verbesserung auch der Wasserentnahme für Löschzwecke, brachte dann das Jahr 1912. In diesem Jahr wurde die Wasserleitung in Betrieb genommen und aus über 90 Oberflurhydranten konnte Wasser entnommen und der Wasserbehälter der Spritze gespeist werden. Auch konnte man, von einem der Brandstelle nahe gelegenem Oberflurhydranten, einen Brand mit „einer Linie“, also ohne Spritze, direkt angreifen. Dieses Ereignis, die Fertigstellung der Wasserleitung, feierten unsere damaligen Kameraden am Sonntag den 09.07.1912 im „Goldenen Stern“ mit einem:

„Hydranten – Fest.“

Abschließend ist im Festbuch noch für das Jahr 1923 die Beschaffung eines „zweirädrigen Gerätewagen“ beschrieben. 
Hierzu vermerkt das Protokoll der Versammlung vom 07. Mai 1923: „------- dass der Gerätewagen seiner baldigen Vollendung entgegensieht“.

So etwa – wie die Skizze zeigt – sah der von der Fa. Peukert im Jahre 1923 gefertigte: „Hydrantenwagen“ aus. ( Auch „Löschkarren“ genannt)

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Ein auf eine 2-rädrige Achse aufgesetzter Holzkasten; vorn und hinten eine Klapptür zum Geräteraum; aufgelegter 5m langen Anstellleiter die mit zum lenken diente und 3 aufgesetzten Schlauchhaspeln. Unter diesem hingen, außenseitig, rechts und links je eine Hakenleiter, Haken nach innen gewendet. Später wurde die Anstellleiter durch eine 2 teilige Schiebleiter ersetzt. ( Fußende zum Fahrzeuglenker gerichtet.) 
Abgeben wurde der Karren im Jahre 1957 an die FFW Oberdorfelden.

Vermutlich wurde der Karren wegen dem Transport der aufgelegten Leitern nach eigenen Vorstellungen angefertigt. Handelsüblich scheinen Karren dieser Art nicht gewesen zu sein.

Mechanische Leiter

Handzug 16m Steighöhe

In der Vorstandsitzung vom 12.12.1926 wurde und anderen Gerätschaften bei der Gemeinde Verwaltung Auch die Beschaffung obiger Leiter beantragt. Die FFW stellte 600 Mark als Beihilfe zur Verfügung.

Indienststellung etwa Frühjahr/Sommer 1927. 
Ausgemustert und abgeben an die Fa. Marienhütte GrA. am 12.09.1967 
Dort wurde sie für Werksarbeiten eingesetzt. Bei Schließung dieser Firma wurde sie verschrottet. 

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Die letzte Reinigung am 12.09.1967
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Der letzte Marsch am 12.09.1967 um 18.15 Uhr
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Der lange Weg bis zur ersten

M o t o r s p r i t z e

deshalb vorangestellt die Vorgeschichte

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Mit der 16 m Leiter wurde am 12.12.1926 auch die Anschaffung einer Motorspritze beantragt. Da dem nicht entsprochen werden konnte, Gründe unbekannt, wurde am 27.01.1929 also gut 2 Jahre später , ein zweiter Antrag gestellt. 
Es ist nicht bekannt ob die Gemeinde diesbezügliche Schritte unternommen hat d. h. Angebote eingeholt hat. ( Möglich wäre dies gewesen.) 
Aber dann kam am 25.20.1929 der „schwarze Freitag“ an der in New York die Börse zusammenbrach; dies eine Weltwirtschaftskrise auslöste, in deren Verlauf zahllose Banken und Firmen zusammenbrachen was eine große Arbeitslosigkeit zur folge hatte. 
Auch in unserem Dorf war dies sehr stark spürbar! Die Gemeinde musste Unterstützung zahlen, und sicherlich deshalb musste auch der Kauf einer Motorspritze zurückgestellt werden. 
Dass das Fehlen einer solchen der Behörde sehr wohl bekannt war, können wir den Worten des damaligen Landrats Kaiser ( SPD ) entnehmen die dieser am Sonntag dem 12.07.1931 – Fest: 50 Jahre FFW GrA – aussprach: 
Sie lauteten: „------ wie wichtig die baldige Beschaffung einer Motorspritze sei.“ Obwohl es mit der Weltwirtschaft so ganz langsam aufwärts ging, dürfte die Gemeinde finanziell weder sofort, wie auch im Jahre 1932, nicht in der Lage gewesen sein den Ankauf vorzunehmen. 
Dies sagt das umstehende Schreiben des Bürgermeisters an das Landratsamt vom 17.12.1932 aus. Allerdings könnte es sein, dass in jener Zeit doch schon Angebote angefordert waren, dem Schreiber dieser Zeilen hatte 1975 Gelegenheit im Archiv der damaligen Stadt Grossauheim zu stöbern und stieß dabei auf einen Pack, leider undatierten, Werbeprospekte über Motorspritzen von diversen Firmen. Wie dem auch sei. ------ 6 Wochen nach dem erwähnten Schreiben des Bürgermeisters vom 17.12.1932 kam mit dem 30.01.1933 die „Machtübernahme“ durch die NSDAP. 
Möglich ist also, dass der NS Bürgermeister die „Früchte geerntet hat, die sein Amtsvorgänger gesät hatte.“ 
Jedenfalls traf, nach den Wirren der „Amtsübergabe“ doch verhältnismäßig kurzfristig, eine Motorspritze hier ein und wurde am Sonntag dem 24.06.1934 in Dienst gestellt. 
Mit diesem Tag begann also in unsrer Wehr die:

„Teilmotorisierung“.

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Beginn des Motor – Zeitalters!
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Tragkraftspritze TS 8 Wasserförderung: 800 l/min Indienststellung: Sonntag den 24.06.1934 ( Ü 6 / 34 )

Obiges Foto wurde am Sonntag den 09.09.1934 nach 15 Uhr aufgenommen. Standort ist die Einmündung der Steinheimerstraße und der Hanauer-Landstraße in die Hauptstraße vor dem Garten des Anwesen Steinmetz Adam. (Ü 10 /34 ) 
Siehe hierzu den umstehenden Bericht der auch von den Kosten der TS berichtet. 
Grossauheim hatte mit den Gemeinden Großkrotzenburg und Wolfgang einen „Motorspritzenvertrag“ abgeschlossen der durch Rückerstattung der Beträge, am 29.10.1940 an Großkrotzenburg und am 30.09.1940 an Wolfgang aufgelöst wurde, sodaß die TS nunmehr allein Grossauheim gehörte.

Abgegeben wurde die TS, die nicht mehr benutzt wurde, jedoch gebrauchsfähig war, im Spätsommer 1966 an einen privaten Nutzer. 
( Dürfte mittlerweilen aber verschrottet worden sein.)

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Auf dem Bild ist der TS-Anhänger zu sehen. Übung in der Lindenau am Brunnen, der sich gleich vorne bei der großen Eiche befindet.
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So hat vermutlich der Transportwagen der TS ausgesehen.

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Kräftiger zweirädriger Transportwagen auf Federn. Breitspurig, Spurbreite 1,36m mit Lagervorrichtung Für die Saugschläuche und Armaturen, Gerätekasten zwei Schlauchhaspeln, Handzugstange und Anhängeöse.

Ein Foto des Wagens ist leider nicht vorhanden, sodaß wie hier auf Vermutungen angewiesen sind: Auf einer „Inventar- Aufstellung“ des Wehrführers vom 12.05.1934 ist unter anderem vermerkt: 
( es ist vorhanden) „------- eine Motorspritze / Gummibereift -----„ 
und weiter „ ------ bestückt mit 6 Saugschläuchen“ ( vermutlich je 1,50m lang ) „ 2 Handhaspeln und einer Segeltuchplane“ daher also, dass es sich um einen offenen Wagen gehandelt haben muss.

Dem entspricht obige Abbildung die aus einem Angebot aus der damaligen Zeit stammt.

Die im Text erwähnte „ Handzugstange“ weist darauf hin, dass der Wagen auf diese Art bewegt wurde, also für „eine reine Fußtruppe“ geeignet war.

Und die ebenfalls erwähnte „Anhängeöse“ ist praktisch in dem Antwortbrief des Bürgermeisters an den Landrat vom 21.01.1942 zu erkennen in dem Wortlaut: „------Für die 2. Motorspritze ist ein LKW vorhanden ----„. Der „LKW“ war Gemeindeeigen. 
Der erwähnte Brief vom 26.10.1942 ist in folge dieser Aufstellung an anderer Stelle beigefügt.

Auf einem „ Inventar – Verzeichnis“ aus dem Jahre 1939 ( 12.05. ) finden wir folgende 
Beschreibung der Motorspritze:

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„ Neue Beschaffungen“. 
1 Motorspritze komplett mit folgendem Zubehör 
6 Saugschläuche 
2 Handhaspel 
4 Strahlrohre 
3 Verteilungsstücke 75mm auf 52mm 3 teilig 
1 Saugkorb 1 Reduzierstück 
1 Reduzierstück 1 Verteilungsstück 2 teilig 
1 Gummihammer 
1 Benzinkanne 1 Zeltplan zum abdecken 
X 2 Zuggurte 1 Kolter und diverse Werkzeuge 
1 Oelkanne

X Bezüglich der : „ 2 Zuggurte“ sehen wir, dass es ein TSA für eine „Fußtruppe“ war. Siehe hierzu das Foto der 16m Leiter auf ihrem „letzten Marsch.“

Schlauchanhänger SA Beschaffungsjahr: vermutlich 1934

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Die obere Deichsel ist Original. Sie hat eine Führung für die Handzugstange und eine Anhängeröse. Die untere Deichsel wurde etwa Ende 1952 Anfang 1953 von eigenen Kräften angeschweißt, sodass der SA vom beschafften TLF 15 geschleppt werden konnte. ( Später dann, nach 1957, auch vom beschafften VW-Bus.)

Insbesonders bei Verlegen einer Schlauchleitung über eine lange Wegstrecke leistet der SA eine wertvolle – schnelle Hilfe. 
Bestückt mit 2 Haspeln je 120m B-Schlauch.

Auszug aus dem „Inventar- Verzeichnis“ vom 12.05.1939:

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1 Schlauchwagen für die Motorspritze mit Gummibereifung

Der Anhänger wurde ungefähr 1991 – 1993 an die Feuerwehr Ortenberg abgeben.


Ungeklärt wie das Schicksal der 4-rädrigen Druckspritze und das des 4-rädrigen Gerätewagen von 1901 ist ,so unklar ist auch das folgende: 
Der Wehrführer verzeichnet in seinem Inventar-Verzeichnis vom 12.05.1939 unter anderem:
             2 Schlauchwagen ( zweirädrig )
       den   Gerätewagen 2-rädrig mit 3 Haspeln
   und den   Schlauchwagen der Motorspritze.

Der KBI hingegen erwähnt in seinem Bericht an das Landratsamt ( Juni / Juli 1941 ) 
den Bestand von:    3 Hydrantenwagen mit 3 / 3 / und 2 Schlauchhaspeln 
          sowie:    2 fahrbare Haspeln 
Hier fehlt nun der Hinweis auf den Schlauchwagen der Motorspritze.

Nun könnten die im Verzeichnis des WF aufgeführten 2 Schlauchwagen zweirädrig, die vom KBI erwähnten 2 fahrbaren Haspel sein. 
Und wenn er den Schlauchwagen der Motorspritze zu den Hydrantenwagen gezählt hat, dann wäre es der mit 2 Haspeln gewesen, und einer der mit 3 Haspeln war dann der Gerätewagen ( zweirädrig ) aus dem Jahre 1923.

Es fehlt also eindeutig der Beleg eines: Hydrantenwagens mit 3 Haspeln. 
Ob dieser in der Zwischenzeit – 1939 – 1941 – beschafft, oder von den damaligen Kameraden hergerichtet worden war, dafür fehlt jeder Hinweis. Ein älterer Kamerad, der 1942 in der damaligen „HJ-FW-Schar“ eintrat, glaubt sich an einen Karren wie die Abbildung zeigt, erinnern zu können. Allerdings hätte er dann 3 Haspeln haben müssen.

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Da nun die Beschaffung von zu „ Fuß bewegten“ und von „ Hand betriebenen“ Fahrzeuge zu Ende geht - in Betrieb waren sie in der Folge auch weiterhin soll hier ein Auszug aus dem Protokollbuch Nr. 2 stehen der unter dem Datum Freitag den 31.03.1911 über eine nachbarliche Löschhilfe berichtet.
Gebrannt hatte es in Großkrotzenburg und Kamerad Rudolf Funk vermerkte damals: 
„------- 35 Minuten nach der Alarmierung konnten wir schon fest mit eingreifen, welches eine Leistung war worauf alle Kameraden stolz sein können“.-------- 
Abschließend sei hier noch erwähnt wie damals über die Geräteausstattung unserer Wehr geurteilt wurde. 
So wurde in einer WF-Sitzung des FW-Kreis-Verbandes Hanau am 01.07.1934 in Niederissigheim festgestellt, dass: „----Großauheim die einzige Wehr des Landkreises Hanau ist, die zwei komplette Löschzüge hat.“ ( Protokollbuch Nr.6 Seite 74 ) 2 Spritzen, 2 Schlauchwagen, 2 mech. Leitern uws.
Und in einer Sitzung des gleichen Gremiums wurde am 05.02.1939 in Bruchköbel erwähnt, dass: 
„----Großauheim auf dem Gebiete des Feuerlöschwesens an der Spitze des Kreises steht.“


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Leichtes Löschgruppenfahrzeug - LLG – LF 8
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Mit dieser Farbe wurde das obige Fahrzeug am 01.10.1941 ohne den Anhänger in Grossauheim in Dienst gestellt das Kennzeichen auf dem Bild ist das erste, dazu und zur Geschichte dieses Autos später mehr.
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Nach der umlackierung in FW-Rot (RAL 3000 ) nach 1953
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Besatzung 9 Mann ( 1 Löschgruppe ) 6-Zyl. Otto Motor / 60PS am 07.12.1957 bei der Fa. Opel Weiß gegen 220 S ausgetauscht. 
Das Fahrzeug war mit allen Angriffsgeräten der Löschgruppe bestückt. (ab Verteiler) Die Spritze TS 8 und die Wasserfördernden Geräte wurden in einem Anhänger transportiert ( bis zum Verteiler ). Dieser wurde jedoch 1941 nicht mitbestellt. 
Dafür wurde der TSA mit der TS 8 von 1934 genutzt. Er erfüllt ja die gleichen Aufgaben wie der eigentliche TSA. ( Dieser wurde erst im Oktober 1942 beschafft.)

Ausgemustert wurde das LF 8 nach 1968 und am Donnerstag den 11.09.1969 an die FFW Reisweiler / Hsr abgeben die es bis 1981 nutzte. Dann wurde es bis 1994 im Brandschutz auf dem Nürburgring eingesetzt. Vor dem Verschrotten rettete es ein „Oldtimer-Sammler“ der es liebevoll restaurierte

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Was aus diesem Fahrzeug geworden ist sehen sie beim ersten Bild.
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Hier ist der Orginal Kraftfahrzeugbrief zu sehen, die ersten 4 Kennzeichen sind alle aus der Zeit, wo das Fahrzeug in Grossauheim war.
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Tragkraftspritzenanhänger TSA Die TSA 
ist bestückt mit allen Wasserfördernden Geräten bis zum Verteiler

In Dienst gestellt Anfang Oktober 1942 Kosten 3367,95 RM

Von der Wehr nicht mehr genutzt etwa ab 1964 stand er der Jugendgruppe bis 1969; und dem FW-Kreisverband Hanau-Land für Grundlehrgänge auf Kreisebene zur Verfügung. 
Ist heute ausgemustert und als Oldtimer im Besitz der Wehr Grossauheim

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Tragkraftspritze TS 8 
Möglich wäre, dass es die abgebildete TS 8 ist die mitgeliefert wurde. Zumindest stammt sie aus der Kriegszeit wie der Name: Klöckner-Huboldt-Deutz aussagt. 
Auch sie ist noch im Besitz der Wehr Grossauheim 
Sie führt den Ehrennamen „ Sattel- Spritze“ wegen der großen Delle im Tank. Diese ist aber keine Kriegsverwundung, sondern sie entstand durch den Übereifer eines Gruppenführers bei einem Einsatz: Brand im Sägewerk Deines am 15.04.1959.

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Im Oktober 1942 kam vom Landratsamt in Hanau das nachstehende Schreiben………….

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……….das umstehend beantwortet wurde.

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Erläuterung zu dem vorrangigen Antwortschreiben des Bürgermeisters an das Landratsamt:

Zu 1.) die eine Motorspritze die hier erwähnt wird ist die, die mit dem Original TSA Anfang Oktober, als kurz vorher, hier in dienst gestellt wurde. ( Kosten: TSA mit TS 8 3267,95 RM)

Zu 2.) Erster Satz: Dies ist das LLG mit vorgenanntem TSA/TS 8 Wie Abbildung zeigt.

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Zu 2.) Zweiter Satz: Gemeint ist hier der Gemeinde eigene LKW mit der TSA von 1934. Mannschaft aufgesessen auf der Ladefläche, wie die Skizze zeigen soll.

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Nachfolgend ist die Absicht der Gemeinde Großauheim zu ersehen die Wehr zu: „Vollmotorisieren.“

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Dieser Auszug aus einem Mitglieder Werbebrief des NS Bürgermeisters sagt aus, dass zu diesem Zeitpunkt 3 schwere Löschfahrzeuge bestellt waren.

Es waren dies:  1.) ein „ Schweres Löschgruppenfahrzeug“ SLG ( LF 15 ) bestellt am 15.05.1942
                2.) ein „ Großes Löschgruppenfahrzeug“ GLG ( LF 25 ) bestellt am 10.06.1942 
            und 3.) eine „ Schwere Drehleiter“ SDL 22+2 ( DL ) vermutlich zum gleichen Zeitpunkt.

Nachfolgende Abbildungen der bestellten Fahrzeuge.


Dieses Fahrzeug spielte dann im Jahre 1944 eine kurze „Gastrolle“

„ Ankunft“ am 22.04.1944
„Abgang“ etwa 21.06.1944

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Das Schwere Löschgruppenfahrzeug SLG (LF 15 )

Das SLG war für mittlere und große Gemeinden vorgesehen. Verwendet wurden dafür die Fahrgestelle Mercedes-Benz L3000 F oder Klöckner-Humbold-Deutz FS 330, beide mit 60PS Dieselmotor. 
Die fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe leistete 1500 l/min, der Löschwasserbehälter fasste 400 Liter. Von diesem Typ, der 1943 in „LF-15“ umbenannt wurde und etwa 23000 RM kostete, sind bis Kriegsende über 5000 Stück gebaut worden. Es war das am meisten verbreitete Löschfahrzeug, dessen bewährte Grundkonzeption sich noch heute im LF 16 findet.

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Wie ich Ihnen bereits telefonisch mitteilte, muß das Ihnen von der Firma Deutsche Kunstlederwerke Wolfgang überlassene LF 15 auf Weisung der Bezirksstelle Rhein-Main der Reichsgruppe Industrie- Werkluftschutz sofort an die Firma W.C.Heraeus, Platinschmelze in Hanau abgegeben werden. Ich ersuche daher des schwere Löschgruppenfahrzeug gegen Erstattung des Kaufpreises an die vorgenannte Firma abzuliefern.

Von der Gemeinde Grossauheim am 10.06.1942 bestellt. Preis 33757,95 RM. Von Reg. Seite am 26.10.1942 eine Beihilfe von 11250 RM zugesagt. 
Wird ab etwa Anfang 1944 nicht mehr geliefert. ( Vermutlich Fliegerschäden des Lieferwerkes)

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Großes Löschgruppenfahrzeug GLG LF25
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Bei umstehenden Bewilligungsantrag an die Hess. Brandversicherung betr. eines Zuschusses handelt es sich mutmaßlich um eine „( S )DL 22+2“ wie abgebildet. 
Vermutlich am 10.06.1942 bestellt.

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Der finanzielle Umfang der Bestellung, die Kriegs beding nicht ausgeführt wurden betrug in „Reichsmark“

Für das SLF 23165,05 
Für das GLF 33757,95 
Für das SDL 29997,05 
Macht zusammen die stolze Summe von 86920,05 Reichsmark

Hierbei muss man bedenken, dass damals die Stundenlöhne unter 1 er Reichsmark lagen!


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Tragkraftspritzen-Anhänger TSA

In Dienststellung: 19.09.1944 
Der geringe Preis von 552,80 RM deutet daraufhin, dass vermutlich ohne TS 8 geliefert wurde. 
Er dürfte mit der TS aus dem Jahre 1934 bestückt worden sein. Die TS auf dem Fotos ist nicht authentisch. 
Er fand sicherlich seinen Stellplatz in der „Schäfer-Scheune“ in der Schäfergasse. 
Originalfarbe: Grün.

Ende 1966 abgeben an die FFW Großkrotzenburg.


Dieses Fahrzeug kam vermutlich kurz nach dem Einmarsch der US-Army – 25.03.1945 – in den Besitz der Wehr. Höchstwahrscheinlich stammte es aus dem Gerätebestand der Firma „ VDM“. 
Aus Platzgründen am 15.04.1952 abgegeben an die FFW Eichen. ( 2000 DM ) – Stand dort noch einige Jahre im Dienst.

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Opel Blitz 1 to als Kraftzugspritze KzS 8 ( Aufbau Margirus ) der Bauserie 1937
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Opel Blitz 1,5 to als Kraftzugspritze KzS 8 ( Aufbau Margirus ) der Bauserie 1938
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Ansicht der Seiten – und Rückfront eines KzS 8 
Bei der Abbildung handelt es sich um eine Ausführung mit geschlossenem Führerhaus. ( etwa ab 1940 )

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HU-2006

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Tanklöschfahrzeug TLF 15 In Dienststellung Februar 1952 Ausgemustert am 31.Juli 1970

Die Heckpumpe leistete 1500 l/min. Wassertankinhalt 2000 l . Eingebaut war noch ein Schaumtank. Besatzung 6 Mann – 1 Löschstaffel Das Fahrzeug hatte rechts und links je eine Schnellangriffseinrichtung.

Zum Kauf des TLF überwies die FFW – Großauheim aus dem Festerlös von 1951, am 27.12.1951 an die Gemeinde Großauheim den Betrag von 11.300 DM. ( Kassenbuch 15.11. 26-31.12.1951 )

Das Fahrzeug wurde am 21.09.1973 für 500 DM an die Werksfeuerwehr der Firma DEGUSSA Wolfgang übergeben wo es dann noch bis zum Mai 1977 als Wasser Transporter genutzt wurde. Dann wurde es verschrottet. Die Dachreling ist bei Kamerad Klaus Peukert und ziert dort den Balkon.

Die weiße Farbe an Kotflügel, Führerhaus und Heck wurden nach der Überstellung angebracht.

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An der Spitze des „Konvois“ steht der im Jahre 1957 für 3500 DM vom Vereinsgeld auf Beschluß des Vorstandes vom 31.10.1957 gebraucht gekaufte :

VW – Transporter 
In Dienstgestellt: Ende 1957            Ausgemustert: Mittwoch den, 29.12.1965

Dieser wurde von der Wehr zum „Hydranten und Gerätewagen“ umgerüstet. 
Konnte, wenn ausgeräumt, auch noch als Mannschaftstransporter genutzt werden.


HU-2022

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Das Bild entstand nach einer Angriffsübung auf das Neuwirtshaus am Sonntag den, 18.05.1958

Kreisbrandinspektor Lukas sagt in einer Tagung des Kreis – FW- Verbandes Hanau Land am 16.08.1958 in Dörnigheim zu unserem Fahrzeug ( und Bestückungs ) Bestand: 
„………Die Großauheimer Wehr ist die bestausgerüstete Wehr des Landkreises.“

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Das Foto wurde am So.09.03.1973 aufgenommen.
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Und dieses Bild am 15.03.2003 Tragkraftspritzenanhänger - TSA

In Dienstgestellt am 13.03.1959        Gekauft von der FFW- Großauheim für 2.959,60 DM 
Mit der Bestückung der TSA kann eine Löschgruppe ( 9 Mann ) einen kleinen Brand selbstständig bekämpfen.

Heckansicht der geöffneten TSA 
Ersichtlich sind TS 8 und ausgelegtes Entnahmegestell, 6 Saugschläuche je 1,5m und Saugkorb. Also die Wasserentnahme Geräte. 
Die Angriffsgeräte der Mannschaft sind hinter der Fronttür untergebracht. Ebenfalls der Verteiler sowie B-Rollschläuche. Je Seite ist eine C-Schlauchhaspel. 
Die TSA wird unter anderem eingesetzt bei für Großfahrzeuge unwegsamen Gelände.

 

In Dienstgestellt zum gleichen Zeitpunkt wurde eine Tragkraftspritze TS 8 mit einer Wasserförderung von 800 l/min. Beschafft von der Stadt. Die TS 8 kann im bedarf nahe an die Wasserentnahmestelle herangetragen werden.

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Hochwasser am 23.02. – 28.02.1979 beide Pumpen liefen in dieser Zeit rund um die Uhr.

Einem Fahrzeugzugang besonderer Natur war dann im Jahre 1960 im Januar bei der Wehr verzeichnen. Und zwar erhielt sie, nach Antrag in der Jahreshauptversammlung vom Samstag, dem 22.01.1960, das abgängige Dienstmotorrad des Großauheimer Forstwartes, Herrn Löhl, überstellt, eine NSU-FOX. Nun hatte die Wehr also wieder, wie übrigens auch in den letzten Kriegsjahren, ein Meldekrad zur Verfügung. Nach der Übernahme wurde sie rot lackieret.

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Technische Daten der NSU Fox 125 ZB

Motor

Zweitakt

Steuerung

Flachkolben

Hubraum

123 ccm

Bohrung x Hub

52 x 58

Leistung

5 PS/5000 min -1

Vergaser

Bing 16 mm (1/16/39)

Getriebe

4-Gang

Rahmen

Preßstahl-Rückgrat

Radaufhängungen

Kurzhebelschwinge vorne, Schwinge mit Zentralfeder hinten

Bereifung

2,5 x 19

Gewicht

84 kg

V max

72 km/h

Baujahr

1952


HU-2096

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Das Foto wurde am So. 09.03.1973 Aufgenommen Trockenlöschpulverfahrzeug 250 Trolf 250

Das Fahrzeug traf am 06.02.1962 in Großauheim ein. – Ein denkwürdiger Tag! – Um 19.55 Uhr rückte die Wehr zur Bekämpfung eines Großbrandes in der Fa. BBC aus, der sich zu dem bisher größten Brand in Großauheim’s Mauern ausdehnte.

Offiziell übergeben am Freitag, den 15.02.1962       Als Trolf ausgemustert im Januar 1972 
Kosten ca. 22.000 DM Vereinszuschuss 7.000 DM 
Wurde auf Anraten des Kreisbrandinspektors beschafft.

Ausgerüstet mit: einem Löschpulverbehälter mit 250 kg Pulver 
                 einem fahrbarem Löscher mit 50 kg Pulver ( P 50 ) 
             und sechs Löschern je 12 kg ( P 12 )

Besatzung 3 Mann Motorleistung 34 PS

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Nach einer im Januar 1972 erfolgten Umrüstung wurde der Trolf zu einem Gerätewagen GW umgebaut, und am 03.03.1972 als solcher in Betrieb genommen. 
Um Platz zu schaffen wurde der 250kg Pulverbehälter entfernt, er fand einen anderen Platz. Außer den zwei oben letztgenannten Pulverlöschern wurde er bestückt mit einer Ölpumpe, einem Leichtschaumgerät ( auch zum Be- und Entlüften einsetzbar mit Kabeltrommeln, Notbeleuchtung, Trennschleifer und einem Ex-Notstromgerät 4,5 kwh. 
Außerdem wurde es in diesem Jahr mit Funk ausgestattet, und vorne und hinten weiß lackiert. Ausgemustert wurde der GW am

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Diese Geräte fanden ihren Platz im GW
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HU-2119

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Löschfahrzeug LF 16 ( Intern: LF16 I )

     Indienststellung: 09.05.1964 
Leistung der im Heck eingebauten Pumpe 1600 l/min Allradantrieb ( Geländegängig ) 150 PS – Besatzung: 9 Mann Der Löschwassertank hat 800 ltr. 1 Schnellangriffseinrichtung. Am Bug befindet sich eine 4,5 t. Seilwinde und am Heck ein A- Saugstutzen. Auf dem Dach ist eine 4- teilige Steckleiter mit 8,50 m und eine 2 – teilige Schiebleiter mit 9,65 m Einsatzhöhe. 
Das Fahrzeug wurde von der Wehr zusätzlich mit Hebe– und Brechwerkzeug bestückt. 
( 1 Greifzug, 1 Motorsäge, 1 Schweißgerät usw. Um hierzu Platz zu gewinnen, u.a. Äxte und Strahlrohre an den Türen befestigt. Dies war dann später vom Werk aus so üblich.) 
1972 wurden Kotflügel, Führerhaus – und Heckecken mit weißer Farbe und roten Warnstreifen versehen und außerdem Funk eingebaut. 
Außer Dienstgestellt im Jahre 1998 das Fahrzeug befindet sich als „Oldtimer“ fahrbereit in der Obhut der Freiwilligen Feuerwehr Grossauheim.

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HU-2154

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VW – Transporter VW – Bus Kosten ca. 9.000 DM. Voll von der Vereinskasse übernommen. Besatzung 8 Mann Indienststellung: 29.12.1965

Er löste am gleichen Tag ausgemusterten VW – GW von 1957 ab ohne dessen Bestückung zu übernehmen ( Schweißgerät) Hauptsächlich als Mannschafts- – Transporter genutzt. Durch Ausbau der Sitzbänke auch als Matrialtransporter. 
Die Mannschaft trat entweder als Verstärkung/ Ablösung zu anderen Einheiten, oder bildete mit dem von einem LF 16 gezogenen TSA eine selbstständige Löscheinheit. Selbst führte der Transporter den SA im Schlepp. 
Im Jahre 1972 mit Funk ausgestattet, und vorne und hinten weiß lackiert.

Ausgemustert: März 1987

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HU-2203

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Dieses Foto entstand am Sonntag den 09.03.1973

                       Löschfahrzeug                       LF 16 ( Intern: LF16 II ) 
In Dienststellung: 13.09.1968 
Leistung der im Heck eingebauten Pumpe 1600 l/min 
Allradantrieb ( Geländegängig ) 150 PS – Besatzung: 9 Mann. Der Löschwassertank hat 800 ltr. 1 Schnellangriffseinrichtung an Bug und Heck befindet sich je ein A- Ansaugstutzen. 
Auf dem Dach ist eine 4- teilige Steckleiter mit 8,50 m und eine 3 – teilige Schiebleiter ( Alu ) mit 14 m Einsatzhöhe. 
1972 wurden Kotflügel, Führerhaus – und Heckecken mit weißer Farbe und roten Warnstreifen versehen und außerdem Funk eingebaut.

Ausgemustert im Jahre 1992 ging das Fahrzeug am 01.07.1992 nach Kroatien.

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Dieses Foto entstand am Mittwoch den 01.07.1992

HU-2271

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Tanklöschfahrzeug                         TLF 16 
Ankunft: 05.02.1971 Offizielle Indienststellung: Freitag den, 16.04.1971 
175 PS. Allradantrieb. (Geländegängig) Besatzung 6 Mann ( 1 Löschstaffel ) 
Tankinhalt: 2750 ltr. Eine Schnellangriff ( Hochdruckschlauch ) 
Leistung der Pumpe: 1600 l/min A-Saugstutzen an Front und Heck.

Ausgemustert am: Letzter Einsatz in Hanau am 07.06.2004 
Das Fahrzeug wurde am 29.05.2005 an die Feuerwehr 
in Trilj Kroatien übergeben.

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Trockenlöschpulveranhänger 250 - Trola 250

Beschaffungsjahr: Januar 1972

Der Anhänger wurde von dem Erlös des 90 jährigen 
Gründungsfestes - April 1971 – beschafft.

In Dienst gestellt wurde er am Fr. 03.03.1972 nach 
Bestückung des aus dem „Trolf“ ausgebauten 
Löschbehälter mit Zubehör.

Im Jahre 1994-96 wurde der Anhänger nach 
Langenselbold verkauft.


Schaum – Wasser - Werfer

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Leistung: 2000 l/min Wasser bei 80 m/Ws am Rohr 
20000 l/min Schaum bei 80 m/Ws am Rohr

Aus Platzgründen in der Remise des alten Gerätehauses musste das 
weit ausragende Rohr gekürzt werden. Ein Rohrteil wurde mit Gewinde, 
der anders Teil mit einer Schraube versehen, sodass das Rohr im Einsatz 
in kurzer Zeit wieder zu seiner ursprünglichen Länge zusammengefügt 
werden kann. 
Diese Arbeiten wurden im Feb. / März 1974 verrichtet.

In Dienst gestellt wurde das Gerät in der Übung am Sonntag den, 24.03.1974


„Arbeitsboot“ auf Einachsanhänger

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Das Bild oben war der original zustand 1972 mit einem 50PS Johnsonmotor
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Dies war der zustand nach der Generalüberholung in den 80ern

In Dienst gestellt wurde es am: Do., 12 Oktober 1972

Und zwar ein Katamaran / Flachbodenboot mit einem Johnson 50PS Motor. Dieser wurde später gegen einen 40PS Volvo Penta mit eingebauter Lichtmaschine getauscht. 
In den 80er Jahren wurde es generalüberholt und neu Lackiert, so wurde ein fester Sitz und der Lichtmast eingebaut.

Durch diese Beschaffung, die die Stadt 13.741,15 DM kostete, war es der Wehr möglich, auch auf dem Main mit seinem ständig zunehmenden Schiffsverkehr, bei Notfällen Hilfe leisten zu können.

Seinen ersten großen Einsatz hatte das Boot am Donnerstag den 28.06.1973 bei der Schiffsleckage der Borgermoor. Dieser Einsatz beschäftigte die Wehr insgesamt mit 34 Mann 409 Stunden.


A u s k l a n g

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Mit dem folgend aufgeführten Fahrzeuge und Anhänger Bestand:

einem TLF 16 
einem LF 16 mit Seilwinde ( zusätzlich bestückt mit diversen Bergegeräten) 
einem LF 16 
einem VW-Transporter 
einem VW-Gerätewagen (ehemals TROLF ) 
einem Schlauchanhänger 
einem Schaum- Wasser-Werfer Anhänger 
einem Tragkraftspritzenanhänger mit TS 8 einer TS 8 mit Niederdrucksatz 
und einem Trockenlöschpulveranhänger 250

traten wir dann am 01.Juli 1974 in die „Zwangs – Ehe“ mit Hanau ein.


Die Fahrzeuge von 1974 bis heute werden noch Aktualisiert!

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